Mit Haut und Haaren für den Ökolandbau

Familie Niemann

so schaut es aus wenn ich den Text in zweispalten schreiben will. Ich muss mich an dieser Stelle aber entscheiden welche Variante ich nutzen möchte….

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Überschrift fehlt noch
Vor 23 Jahren übernahmen Olaf Wilkens und seine Frau Christina als junge Familie den Bioland-Hof-Wilkens in Visselhövede. Den seinerzeit stillgelegten Betrieb übernahm Olaf von seinen Großeltern. Das ist ungewöhnlich, denn die Hofnachfolge hat so eine Generation übersprungen. Auch Olafs Eltern haben einen Hof. Auf dem ist Olaf aufgewachsen und hat sich dafür begeistert, wie vielfältig der Beruf des Landwirts ist. Deshalb machte er nach der Schule zunächst eine landwirtschaftliche Lehre und besuchte anschließend die Landwirtschaftsschule. Den Hof der Eltern hat allerdings Olafs älterer Bruder übernommen, der den elterlichen Betrieb in der Nähe von Malente 1989 auf Bioland umstellte.

Ökolandbau – eine Entscheidung fürs Leben
So war es eine glückliche Fügung, dass Olaf 1992 den Betrieb der Großeltern nach zehn Jahren Leerstand übernehmen konnte. Da Olaf immer schon handwerklich interessiert und talentiert war, war der Hof zunächst ein Projekt, das ihn herausforderte. Zu renovieren gab es genug, Höfe konnten gepflastert, Wohnungen ausgebaut und Tiere angeschafft werden. Das war vor allem in den ersten zehn Jahren optimal, denn Olaf und seine Frau Christina haben drei Kinder, die auf dem Hof damals nach Herzenslust spielen und herumstrolchen durften. Der Hof bot dem jungen Paar eine überzeugende Möglichkeit, Arbeiten und das Leben mit Kindern gut zu vereinbaren.
Christina studierte in Marburg, bevor sie Olaf kennenlernte. Sie war begeistert vom Bio-Gedanken und überzeugte Olaf, auf biologische Betriebsweise umzustellen, weil sie Chemie auf dem Acker unerträglich fand. Seit 20 Jahren bewirtschaftet das Ehepaar nun den Hof nach Bioland-Richtlinien. Auf 40 Hektar Ackerland werden Mähdruschfrüchte angebaut, auf 20 Hektar Grünland grasen 25 Charlois-Mastrinder und 14 Hektar Wald tragen zur Vielfalt der ökologischen Flächen bei.
Auf der Heidelbeerplantage können Kunden selbst ihre Früchte pflücken. Auf einer Fläche von einem halben Hektar, idyllisch an einer lichten Stelle am Waldrand, genießen sowohl die Kunden als auch Olaf die wunderbare Stille, die nur durch Vogelgezwitscher und das ein oder andere Gespräch unterbrochen wird. Den Kontakt zu Menschen fand Olaf immer schon spannend – und im August die leckeren Beeren naschen zu können, ist für ihn auch nach 20 Jahren immer noch etwas Besonderes.
Im Hinblick auf konventionell arbeitende Landwirte ist bei den Wilkens besonders, dass der Betrieb in all den Jahren flächenmäßig kaum gewachsen ist und dennoch ein sicheres Familieneinkommen bietet.

Leben in der Hofgemeinschaft
Um dieses Einkommen auch weiterhin zu sichern, hat die Familie den Hof zu einer Hofgemeinschaft ausgebaut. Heute leben dort neben Olaf und Christina, eine Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen in Visselhövede, eine Familie mit Kindern und eine weitere junge Frau. Die fünf Wohnungen, die sich auf dem Hof befinden, werden durch einen großen Heizkessel beheizt, der mit der Holzernte aus dem eigenen Wald befeuert wird.
Die Hofgemeinschaft betreibt gemeinsam einen Hofacker, teilt sich für den Eigenbedarf ein Rind, zwei Schweine und einige Hühner und trifft sich nach Lust und Laune zum gemeinsamen Essen, Kaffeetrinken oder auch nur auf einen Klönschnack.
Die restlichen Rinder, die zum Hof gehören, sind für eine Vermarktungsgesellschaft bestimmt. Diese verkauft das Fleisch an die Verbraucher – ein Rind reicht für rund 20 Personen, etwa drei Monate. Zur Tierhaltung gehören auch die Schlachtung und Verwertung der Tiere. „Entscheidend ist, was vor der Schlachtung mit den Tieren geschieht“, erklärt Olaf Wilkens, dem eine artgerechte Tierhaltung sehr wichtig ist. Er hat viel Zeit in Überlegungen dazu investiert. Dabei haben ihm der Austausch und die Beratung durch seine Bioland- Kollegen sehr geholfen.

Zusammen Themen beackern
Dieser Kontakt zu „Gleichgesinnten“ bedeutet Olaf sehr viel. Deswegen ist der Landwirt seit zehn Jahren Gruppenvertreter bei Bioland und treibt die regionale Vernetzung der Biolandhöfe voran. Die Mitglieder der Gruppe treffen sich zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch und unterstützen sich sowohl praktisch als auch beratend in Spezialfragen. Sie arbeiten insbesondere bei der Vermarktung und der Kontaktvermittlung zu Verarbeitern und Erzeugergemeinschaften zusammen.
Der Austausch mit Bioland hat letztlich auch zu der Gründung des Schulbauernhofes „ackern & rackern“ geführt, der seit 18 Jahren an den Hof von Wilkens angegliedert ist und Kindern den Bezug zu ökologi- scher Landwirtschaft und natürlichen Lebensmitteln vermittelt. „Wenn die Kinder einmal selbst den Zyklus von Saat, Pflege, Ernte und Neusaat mitgemacht haben und wissen, wie viel Arbeit und Sorgfalt damit zusammenhängt, wissen sie den Wert von Lebensmitteln ganz anders zu schätzen“, ist Olaf überzeugt. Auch der Anbau von Quinoa in Deutschland, den Olaf in den letzten zwei Jahren wagte, wäre ohne den Austausch mit Kollegen aus der Bio-Branche sehr viel schwieriger gewesen. So hatte der experimentierfreudige Landwirt die Unterstützung von Kollegen, wissenschaftlichen Studien und der Bohlsener Mühle, die zusagte, den regionalen Bio-Quinoa zu vermarkten. Olaf legt Wert darauf, nicht in den leeren Raum hinein zu produzieren, sondern die Ergebnisse seiner Feldarbeit immer wieder auf Marktrelevanz zu überprüfen. Außerdem stärken solche Experimente den Zusammenhalt innerhalb der Bio-Branche. Der über die Jahre, die räumliche Nähe und das grundsätzlich gleiche Verständnis von Biolandbau ohnehin enge Kontakt zur Bohlsener Mühle hat sich durch das gemeinsame Quinoa-Projekt noch intensiviert.
Das Schönste an seiner Arbeit aber ist für Olaf immer noch, zu sehen, wie sich angepflanzte Hecken prächtig entwickeln, Äcker blühen, Rad fahrende Touristen anhalten, um zu fotografieren, was Olaf und die Natur geschaffen haben und die reifen Früchte zu ernten.

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Im Herzen der Lüneburger Heide

Der Hof von Olaf befindet sich im im Herzen der Lüneburger Heide, hier baut er Blaubeeren…..

55 Km von seinem Hof zu unserer Mühle

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Beliefert uns seit 2004 über Ökokorn Nord

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