Entlang der Wertschöpfungskette

Produktsicherheit

Um die Qualität – insbesondere die biologische Qualität – der Produkte sicherzustellen, kontrolliert und testet die Qualitätssicherung alle Rohwaren, die bei uns ankommen und entnimmt Proben aus jeder produzierten Charge. Vor jeder neuen Saison bespricht sich der Einkauf mit Landwirtinnen und Landwirten und bleibt auch in der Folge im engen Kontakt. So sichern wir die Qualität unserer Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Vom Feld bis zum fertigen Produkt

ProduktSicherheit am Beispiel
Getreide

  

Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Anbauplanung

Wir besprechen uns mit unseren Landwirtinnen und Landwirten, welche Arten und Sorten angebaut beziehungsweise welche Mengen voraussichtlich benötigt werden. Gemeinsam planen wir so bis zu drei Jahre im Voraus.

Wachstum

Während der Wachstumsphasen haben wir die Witterungsbedingungen im Blick und führen Gespräche über die voraussichtlichen Erntemengen und die Preisentwicklungen auf dem Markt.

Ernte

Bei der Ernte schauen wir zunächst, ob unsere Landwirtinnen und Landwirte die vorab vereinbarten und somit erwarteten Mengen und Qualitäten auch tatsächlich ernten können. Bei besonders ergiebigen Ernten nehmen wir gerne auch mal mehr ab, als zuvor vereinbart. Bei einer schwächeren Ernte hingegen müssen wir gegebenenfalls weiteres Getreide zukaufen, um unseren Bedarf zu decken.

Analysen nach der Ernte

Wir fordern von jeder Erzeugergemeinschaft beziehungsweise allen Landwirtinnen und Landwirten ein Erntemuster ein, das mit Eingang jeweils eine eigene Erntemusternummer erhält. Die Erntemuster dienen letztlich zur Unterstützung einer Kaufentscheidung und werden auf Sensorik (Geruch, Geschmack und Aussehen), Schädlingsfreiheit, Korn- und Schwarzbesatz, Feuchte, Granulierung (Siebung) und Backqualitäten (Fallzahl und Feuchtkleber) überprüft. Zusätzlich werden erste Verarbeitungsmöglichkeiten festgelegt. Auch externe Rückstandskontrollen können bei Bedarf vorgenommen werden. Finale Kaufentscheidungen werden denn gemeinschaftlich vom Getreideeinkauf, dem Müllermeister und dem Mühlenlabor getroffen.

Transport

Ist die Entscheidung für den Kauf einmal getroffen, muss das Getreide noch zu uns gelangen. Mal geschieht dies mit dem Trecker direkt vom Hof, mal kommt das Getreide in LKW nach Bohlsen.

In Bohlsen
Ankunft an der Mühle

Bei der Wareneingangskontrolle erhält das gelieferte Getreide zunächst eine Annahmenummer, bevor direkt vom LKW oder Anhänger eine Musterziehung erfolgt. Anschließend wird die erwartete Qualität aus dem Erntemuster der Voruntersuchung mit der tatsächlichen Qualität verglichen. Anhand dieser Qualitätsparameter erfolgt schließlich die Bestimmung der Reinigungsschritte und der Belegung der Getreidezellen.

Musterproben & Qualitätsanalysen

Nach der ersten Reinigung kommt es zu einer automatischen Musterziehung. Ein Teil des Musters wird im Labor als Annahmemuster untersucht. Die zu untersuchenden Parameter sind in der Einkaufsspezifikation festgelegt und werden mit dieser abgeglichen. Der weitere Teil des Musterziehung wird als Rückstellmuster zwei Jahre aufgehoben.

Freigabe der Rohwaren

Entsprechen alle Werte den gesetzlichen, selbst definierten und kundenspezifischen Anforderungen, erfolgt eine Freigabe der Rohwaren zur weiteren Verarbeitung.

Produktion

Von allen produzierten Waren wird je ein Durchschnittsmuster über die gesamte Produktion gebildet. Diese Muster werden im Labor gemäß der Produktspezifikation überprüft. Liegen die zu kontrollierenden Werte innerhalb dieser Spezifikation, ist die Ware freigegeben. Anschließend können die Waren eingelagert und für die weitere Produktion innerhalb unseres Hauses verwendet beziehungsweise verkauft werden.
Die Rückverfolgbarkeit ist zu jeder Zeit gemäß VO (EG) 178/2002 Artikel 18 gewährleistet.
Zur Produktsicherheit werden während der laufenden Produktion durch die Maschinenführer Inprozesskontrollen durchgeführt.

Besonderheiten bei der Verarbeitung in der Mühle

Nach der Reinigung erfolgt eine Überprüfung auf Schwarzbesatz, Spelzfreiheit und Fremdkornanteil. Bei Flocken werden Feuchte, Schüttgewicht und Optik kontrolliert und bei Schroten die Granulierung überprüft. Die Mehle werden ständig händisch an den Walzenstühlen in der Feinmühle kontrolliert. Bei Besonderheiten erfolgt nach Absprache mit dem Mühlenlabor eine Inprozesskontrolle.

Die historische Wassermühle der Bohlsener Mühle
Gläsernes Gedächtnis

Wir heben einiges an Mustern auf: Unsere Erntemuster werden ein Jahr, unsere Annahmemuster zwei Jahre und die Rückstellmuster von fertigen Produkten oder Rohwaren bis zum MHD und drei Monate darüber hinaus aufbewahrt.

Auslieferung

Die fertige Ware kommt in unser Lager und wird dort bis zur Auslieferung an die Kundinnen und Kunden trocken und kühl gelagert.

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