Nachhaltigkeit und ihre Relevanz für zukunftsfähiges Wirtschaften

Wesentliche Themen

Nachhaltiges Handeln und Wirtschaften hat viele, meist ineinander verflochtene und sich bedingende Aspekte. Dabei nicht den Überblick zu verlieren oder gar einen für unser Tun wesentlichen Punkt zu übersehen ist eine der Aufgaben unseres Nachhaltigkeitsmanagements. Um die für uns wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen systematisch zu identifizieren und zu priorisieren, haben wir 2020 unsere zweite Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt.

Das Ergebnis: Ökologische Landwirtschaft & Nachhaltigkeit in der Lieferkette sind neben der regionalen Entwicklung, einer wertschätzenden Unternehmenskultur sowie Klimaauswirkungen und Emissionen die wesentlichsten Themen für die Bohlsener Mühle. Aber auch die Natürlichkeit und nachhaltigkeitsrelevante Auswirkungen unserer Produkte sind wichtige Themen für unsere Stakeholder. Hier erfahrt ihr, wie wir zu diesem Ergebnis gekommen sind.

Ergebnis der WEsentlichkeitsanalyse

Unsere wesentlichen Themen

Im Folgenden haben wir unsere wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen aufgelistet. Die 34 Themen, die sich insgesamt sechs Verantwortungsbreichen zuordnen lassen, sind das Ergebnis einer Themensammlung zu Beginn unserer Wesentlichkeitsanalyse und werden hier entsprechend der Relevanz für unser zukunftsfähiges Wirtschaften dargestellt. Wie wir diese Themen identifiziert haben, findet ihr ganz unten auf dieser Seite.

Interne & Externe Stakeholderbefragung

Unsere Wesentlichkeits-analyse

Stakeholderanalyse
Relevante Stakeholder für die Bohlsener Mühle

Um die relevanten Stakeholder der Bohlsener Mühle zu ermitteln und sie in die Definition und Priorisierung der wesentlichen Themen zu integrieren, wurden zunächst mögliche Anspruchsgruppen anhand vergangener Stakeholderumfragen identifiziert. Die ausgewählten Stakeholder wurden in folgende vier Gruppen unterteilt: interne Stakeholder, direkte Geschäftskontakte, institutionelle Sphäre und generelle Sphäre.
Als nächster Schritt wurden die wichtigsten Stakeholder mit Hilfe der Abteilungsleitenden sowie der Geschäftsführung identifiziert. Hier ging es um die Regelmäßigkeit der Kontakte zu den Stakeholdern, eine Bewertung der relevanten Anspruchsgruppen in Bezug auf ihren Einfluss auf die verschiedenen Abteilungen und umgekehrt sowie eine Konfliktbewertung der Beziehung zueinander. Die Auswertung der Umfrage zeigt die wichtigsten Stakeholder der Bohlsener Mühle. Diese wurden, wie unten dargestellt, von der Geschäftsführung bestätigt und lassen sich drei Relevanzgruppen (besonders relevant, sehr relevant und relevant) zuordnen. Aus diesen Gruppen ergibt sich letztlich auch die Gewichtung der Ergebnisse der Stakeholdergruppen im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse.

Wesentlichkeitsanalyse
Unser Weg zur Wesentlichkeit

2020 wurde die Wesentlichkeitsanalyse aus dem Jahr 2018 grundlegend überarbeitet und erneut durchgeführt. Dazu wurden zunächst mögliche nachhaltigkeitsrelevante Themen gesammelt, die ökologische, soziale, gesellschaftliche und/oder ökonomische Bereiche betreffen.

Welche Themen, Risiken, Chancen und Auswirkungen können für die Bohlsener Mühle von Bedeutung sein?

Die Sammlung potenziell relevanter Nachhaltigkeitsaspekte basiert auf verschiedenen Quellen. So wurden relevante Themen unter anderem anhand der Nachhaltigkeitsstandards der Global Reporting Initiative (GRI), dem We Care Standard, der Gemeinwohl-Bilanz und aus rechtlichen Anforderungen identifiziert.

Relevante Themen

Die gesammelten Themen und Inhalte wurden durch das Nachhaltigkeitsmanagement der Bohlsener Mühle sortiert und kategorisiert. Das Ergebnis ist eine Liste von 34 Themen, unterteilt in sechs Verantwortungsbereiche: Produkt-, Mitarbeiter- und gesellschaftliche Verantwortung, Verantwortungsvolles Wirtschaften, Verantwortung in der Lieferkette sowie Verantwortung für Umwelt & Natur. Diese Liste bildet die Grundlage für die Analyse der wesentlichen Themen für die Bohlsener Mühle.

Einschätzungen der Stakeholder

Doch wie bewerten die Stakeholder die Relevanz der jeweiligen Themen für ein zukunftsfähiges Wirtschaften der Bohlsener Mühle? Zur Einbindung der verschiedenen Anspruchsgruppen wurde ein umfangreicher Fragebogen erstellt, der die Relevanz der 34 Themen für interne wie externe Stakeholder abfragt.
Für diese Umfrage wurden gezielt Geschäftskontakte wie Vertriebskunden, Verpackungslieferanten und Rohstofflieferanten angeschrieben und die Social Media Kanäle der Bohlsener Mühle genutzt, um Endkundinnen und -kunden zu erreichen. Darüber hinaus wurden auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt, die in großer Zahl an der Umfrage teilgenommen haben. Insgesamt nahmen 203 Stakeholder an der Befragung teil.

Bewertung von Chancen und Risiken für den langfristigen Geschäftserfolg

Um die Bedeutung der ausgemachten Themen für das zukunftsfähige Wirtschaften der Bohlsener Mühle zu beurteilen, hat das eigene Management an einer weiteren Umfrage teilgenommen. Bei dieser internen Perspektive wurden sowohl Chancen und Risiken der jeweiligen Themen als auch deren generelle Relevanz diskutiert und bewertet.

Stakeholder Klima & Natur

Die Relevanz der verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen für den Schutz von Umwelt und Natur wurde aus Sicht des Nachhaltigkeitsmanagements bewertet. Somit wurden auch die wichtigen Stakeholder Klima und Natur mit eingebunden.

Ergebnis: Unsere Wesentliche Themen

Basierend auf der Auswertung der Stakeholder-Umfrage und der Themenbewertung in Hinsicht auf die Geschäftsrelevanz wurde durch das Nachhaltigkeitsmanagement eine Wesentlichkeitsmatrix erstellt, die aufzeigt, welche Themen sowohl aus der internen als auch aus der externen Perspektive besonders relevant sind.

Noch nicht ganz fertig

Eine vollständige Wesentlichkeitsanalyse wurde bereits erstellt. Allerdings gibt es noch weitere Perspektiven, die wir in Zukunft in die Bewertung unserer wesentlichen Themen einbeziehen möchten. Ein wichtiger nächster Schritt ist zum Beispiel die Bewertung der Themen aus Sicht der SDGs [Sustainable Development Goals] und damit die Relevanz der Themen zur Erreichung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. Dazu gehört auch die Bewertung des Impacts unserer Nachhaltigkeitsthemen auf die Erreichung besagter Ziele.

Ergebnis der WEsentlichkeitsanalyse

Wesentlichkeitsmatrix 2020

Durch den oben beschriebenen Prozess ist die Wesentlichkeitsmatrix für 2020/2021 entstanden. Auf dieser Basis können wir nun intern Nachhaltigkeitsaktivitäten priorisieren, Verbesserungspotenziale identifizieren und Handlungsbedarfe ermitteln.

Extern kommunizieren wir die Ergebnisse vor allem im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsberichts. Die Wesentlichkeitsmatrix und die damit verbundenenen Ergebnisse bilden die Grundlage des Nachhaltigkeitsberichts und seiner inhaltlichen Struktur. Themen wie regionale Entwicklung, ökologische Landwirtschaft, natürliche und nachhaltigkeitsrelevante Auswirkungen der Produkte sowie Klimaauswirkungen und Emissionen in der Luft wurden im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse als besonders relevant identifiziert und werden deshalb in diesem Bericht ausführlich behandelt.

Gemeinsam & Wertschätzend

Mitarbeiterverantwortung

Entlohnung & Sozialleistungen

Gesetzeskonforme Beschäftigungsbedingungen sowie faire und auskömmliche Entlohnungen

Mitarbeitergewinnung & Arbeitgeberattraktivität

Herausforderungen des ländlichen Raums und Risiken des bundesweiten Fachkräftemangels begegnen; Mitarbeiterzufriedenheit steigern und attraktive Arbeitsbedingungen schaffen

Vielfalt & Chancengleichheit

Vielfalt unter den Beschäftigten als Chance für den Unternehmensalltag und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens

Lebensphasenorientierte Personalpolitik

Anerkennung und Berücksichtigung persönlicher und privater Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Gestaltung von Arbeitszeiten und Arbeitsumgebungen

Wertschätzende Unternehmenskultur

Wertschätzender und konstruktiver Umgang mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern; Eine Unternehmenskultur, die auf Respekt, Wertschätzung und Vertrauen aufbaut

Mitarbeiterentwicklung, Weiter- und Ausbildung

Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie qualitativ hochwertiger Ausbildungsplätze

Arbeitssicherheit & Gesundheitsvorsorge

Identifikation von Arbeitssicherheits- und Gesundheitsrisiken sowie das Ergreifen entsprechender Maßnahmen; Förderung der Gesundheit aller Angestellten

Förderung des nachhaltigen Verhaltens der Mitarbeitenden

Stärkung des nachhaltigen Bewusstseins und Verhaltens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Natürlich, Nachhaltig und Sicher

Produktverantwortung

Natürlichkeit und nachhaltigkeitsrelevante Auswirkungen von Produkten

Produktion und Verarbeitung von Produkten bio-landwirtschaftlichen Ursprungs mit geringem Verarbeitungsgrad und Berücksichtigung ökologischer und sozialer Auswirkungen – bereits bei der Produktentwicklung

Sicherheit & Qualität von Produkten

Lückenlose Sicherheit der Produkte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden; Kontrolle von Qualitätsstandards

Transparente Produktkennzeichnung & Marketing

Transparente Informationen über die Inhaltsstoffe, Produktion und Herkunft sowie über ökologische und soziale Mehrwerte und Auswirkungen von Produkten

Wertebasierte Vertriebsstrukturen

Wertebasierte Zusammenarbeit mit Kundeninnen und Kunden bzw. Absatzmärkten

Nachhaltige Verpackungen

Bewertung und Reduktion der Umweltauswirkungen von eingesetzten Verpackungen

Über unser Unternehmen hinaus

Verantwortung in der Lieferkette

Ökologische Landwirtschaft & Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Biologische und verbandszertifizierte Landwirtschaft sowie das Vermeiden von negativen Umweltauswirkungen

Regionale Beschaffung

Regionalität als Kernkriterium im Rohstoffeinkauf, sowohl bei der Rohstoffherkunft als auch der Lieferantenauswahl

Qualitätssicherung in der Lieferkette

Regelmäßiger Austausch mit Landwirtinnen und Landwirten zu Themen wie Anbauplanung, Wachstum oder Ernte; Kontrollen von richtiger Trocknung, Fremdkörpern, Rückständen etc. bei Wareneingang

Langfristige & faire Partnerschaften

Langfristige Zusammenarbeit mit Lieferantinnen und Lieferanten sowie eine faire Vertrags- & Preisgestaltung

Lieferantenmanagement hinsichtlich ökologischer und sozialer Aspekte

Bewertung und Auswahl der Lieferantinnen und Lieferanten (z.B. Händlerinnen und Händler, Importeurinnen und Importeure oder Erzeugergemeinschaften) anhand von Nachhaltigkeitskriterien

Sozialstandards in der Lieferkette

Sicherstellung von sozialen Standards in der Lieferkette, insbesondere bei der Beschaffung von Rohwaren aus Risikoherkünften

Regional, Lokal und Gemeinschaftlich

Gesellschaftliche Verantwortung

Regionale Entwicklung

Ländliche Strukturen so fördern, dass Landleben und Landwirtschaft lebenswert und enkeltauglich sind

Gesellschaftliches Engagement

Aktive Beteiligung an gesellschaftlichen Entwicklungen, über die unternehmerischen Tätigkeiten hinaus; aktive Förderung von Projekten, Verbänden & Co.

Sinn und gesellschaftliche Wirkung des Unternehmens

Das Unternehmen und seine Produkte als aktiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung gestalten; gesellschaftlich positives Wirken in der Unternehmensphilosophie und im Arbeitsalltag verankern

Im Einklang mit unseren Lebensgrundlagen

Verantwortung für Umwelt und Natur

Klimaauswirkungen & Emissionen in der Luft

Maßnahmen zur Vermeidung, Reduktion und Kompensation von CO₂ Emissionen und anderen klimaschädlichen Treibhausgasen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Energiemanagement

Reduktion des Energieverbrauchs; Steigerung der Energieeffizienz; Erhöhung des Anteils regenerativer Energien und Eigenerzeugung regenerativer Energien

Biodiversität

Ökosysteme entlang der Wertschöpfungskette und an den eigenen Standorten schützen sowie Artenvielfalt erhalten bzw. fördern

Bodenfruchtbarkeit

Erhalt der Bodenfruchtbarkeit; Sinnvoller Flächenverbrauch sowie eine Stärkung der Klimaanpassungen und Resilienz gegen Auswirkungen des Klimawandels

Steigerung der Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz auch bei allgemeinem Materialeinsatz (Nicht-Lebensmitteln) steigern z. B. bei Werbematerialien oder Arbeitskleidung

Wasser- & Abwassermanagement

Geringer Wasserverbrauch sowie sicheres Abwassermanagement

Schutz der umgebenen Umwelt

Vermeidung von Emissionen, wie z. B. Lärm, Licht, Staub, Luftschadstoffe, Gerüche, Abwärme oder Erschütterungen

Abfallmanagement

Minimierung der Lebensmittelabfälle entlang der Wertschöpfungskette; Recycel- oder kompostierbare Abfallfraktionen

Alternatives Wirtschaften

Verantwortungsvoll Wirtschaften

Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen (Compliance)

Sorgfaltspflicht in Bezug auf die Einhaltung von Recht und Normen, besonders in den Bereichen Umwelt und Soziales

Resiliente Unternehmensführung und wirtschaftliche Unabhängigkeit

Krisensichere und diverse Aufstellung der Geschäftsbereiche sowie die Betrachtung langfristiger Risiken

Anders Wirtschaften

Alternativen zur Wachstumsdoktrin, Ressourcenausbeutung und Gewinnmaximierung finden und nach ihnen handeln

Sozial-ökologischer Umgang mit Geldmitteln

Fremdmittel aus solidarischen Quellen oder von Ethikbanken; Veranlagungen unterstützen sozial-ökologische Projekte

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